Kundengruppen und Sortiment
Versicherer bilden Kundengruppen, weil unterschiedliche Lebens- und Geschäftssituationen unterschiedliche Lösungen verlangen.
Kundengruppen in drei Schritten
- Für den Zweck ein sinnvolles Merkmal wählen.
- Kunden nach diesem Merkmal einteilen.
- Für jede Gruppe ein passendes Angebot festlegen.
Ein Merkmal ist nur sinnvoll, wenn es für den Zweck relevant ist. Alter und Haarfarbe helfen einem Coiffeur bei der Bestellung, sagen einem Versicherer aber wenig über das Risiko.
Typische Kriterien
- Privatperson oder Unternehmen
- Alter, Familienstand und Lebensphase
- Beruf und Erwerbssituation
- Wohnort und Region
- Vermögen und Einkommen
- Bestehende Verträge und Schadenverlauf
Mehrere Kriterien zusammen ergeben meist ein genaueres Bild als ein einzelnes Merkmal.
Das Sortiment als Antwort
Das Sortiment umfasst alle Produkte eines Versicherers. Das Management bestimmt mit der Sortimentspolitik, welche Lösungen angeboten werden. Die Brancheneinteilung orientiert sich an der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht.
Ziel ist ein weder zu enges noch beliebig breites Angebot, sondern eine Auswahl, die typische Sicherheitsprobleme wichtiger Kundengruppen trifft.
MerkeErst passende Kundengruppen ermöglichen ein Sortiment, das reale Sicherheitsprobleme löst.
Prüfungs-Check
- Drei Schritte der Gruppenbildung ordnen.
- Kriterien nach ihrem Zweck beurteilen.
- Typische Segmentierungsmerkmale nennen.
- Sortiment und Sortimentspolitik erklären.