Vorsorgeauftrag – Beispiel
Der Vorsorgeauftrag bestimmt, wer bei Urteilsunfähigkeit für eine Person handeln darf.
Drei Aufgabenbereiche
| Bereich | Inhalt |
|---|---|
| Personensorge | Gesundheit, Pflege und geordneter Alltag |
| Vermögenssorge | Vermögen verwalten und darüber verfügen |
| Rechtsverkehr | Gegenüber Behörden, Banken und Dritten handeln |
Drei AufgabenbereicheDer Auftrag kann alle drei Bereiche umfassen.
Ohne Auftrag kann die Erwachsenenschutzbehörde eine Beistandschaft bestimmen. Mit einem gültigen Dokument wählt die Person selbst eine beauftragte und mindestens eine Ersatzperson.
Form und Pflichtfelder
- Beauftragte und Ersatzperson namentlich nennen.
- Umfang des Auftrags konkret beschreiben.
- Entschädigung regeln.
- Ort, Datum und eigenhändige Unterschrift anbringen.
Gültige FormEin Computerausdruck mit Unterschrift reicht nicht.
Der Auftrag wird entweder von Anfang bis Ende von Hand geschrieben, datiert und unterschrieben oder öffentlich beurkundet. Ein Computerausdruck mit blosser Unterschrift genügt nicht.
Wirkung und Einsatz
Der Auftrag wirkt bei Eintritt der Urteilsunfähigkeit. Er ist besonders wichtig bei umfassender Vorsorge und für Selbstständige mit Geschäftsvermögen.
MerkeEin Vorsorgeauftrag ist nur vollständig eigenhändig oder öffentlich beurkundet gültig.
Prüfungs-Check
- Drei Aufgabenbereiche erklären.
- Beauftragte und Ersatzperson nennen.
- Zwei gültige Formen unterscheiden.
- Wirkung bei Urteilsunfähigkeit kennen.