Schaden- oder Summenversicherung
Dieses Kriterium bestimmt die Höhe der Leistung: Entweder zählt der effektiv entstandene Schaden oder eine beim Vertragsabschluss fest vereinbarte Summe.
Schadenversicherung
Die Leistung richtet sich nach dem effektiven Schaden, dem Vermögensbedarf. Häufig gilt zusätzlich eine Maximalsumme. Ist der Schaden höher, wird höchstens diese Grenze bezahlt. Ist er tiefer, zählt der tatsächliche Schaden.
Beispiele sind Haftpflicht-, Kasko- und Hausratversicherung sowie Heilungskosten in der Krankenversicherung.
Summenversicherung
Die Auszahlungssumme wird beim Vertragsabschluss festgelegt. Sobald das versicherte Ereignis eintritt, wird die vereinbarte Summe unabhängig vom tatsächlichen Vermögensbedarf vollständig bezahlt.
Beispiele sind Lebensversicherung und Todesfallkapital in der Autoinsassenversicherung.
Doppelversicherung
Bei zwei Schadenversicherungen erhält die versicherte Person insgesamt nie mehr als den tatsächlichen Schaden. Bei zwei Summenversicherungen werden dagegen beide vereinbarten Summen vollständig ausbezahlt.
| Beispiel Todesfall nach Autounfall | Leistung |
|---|---|
| Lebensversicherung zugunsten der Ehefrau | 100 000 Franken |
| Insassenversicherung zugunsten der Erben | 50 000 Franken |
| Total | 150 000 Franken |
MerkeDie Schadenversicherung deckt den effektiven Schaden; die Summenversicherung bezahlt die vereinbarte Summe.
Prüfungs-Check
- Du unterscheidest Vermögensbedarf und vereinbarte Summe.
- Du erklärst die Wirkung einer Maximalsumme.
- Du kennst die Regeln bei Doppelversicherung.
- Du ordnest typische Beispiele richtig zu.